Lern- und Erlebnis-Weg mit Kuriosum eröffnet

Einweihung stand im Schatten eines Starkregens.

Kreis Lippe

Am neuen Heckenweg: (von links) Bürgermeister Mario Hecker, Walter Pröhlemeier, Vorsitzender des Heimatvereins, Dörte Pieper, Geschäftsführerin des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge, und Dr. Henning Arnecke. Foto: Rudi Rudolph


Kalletal-Lüdenhausen (rr). Die offizielle Eröffnung des Lern- und Erlebnis-Weges am Familienplatz mit der Ruhewiese unterhalb des Hexenbergs hatte am Sonntagmittag kuriose Begleiterscheinungen. Hier, wo man neben der großen Bedeutung von Heckenanpflanzungen viel über Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen erfahren und lernen kann, blickten die zahlreichen Teilnehmer auf ihr Lüdenhausen, das gerade an diesem Morgen durch eine Starkregenzelle zum Teil abgesoffen war.

Eine Straße wurde von Schlammmassen überflutet, mehrere Keller liefen voll, teils bis 1,20 Meter hoch. Sie wurden von der Feuerwehr ausgepumpt. Der Schlamm musste in mühsamer Handarbeit entfernt werden. Daher fehlten auch bei der Einweihung auf dem Berg einige Helfer, doch der Heimatverein Lüdenhausen zeigte sich stark im Improvisieren, so dass schließlich auch ausreichend Essen und Getränke vorhanden waren.

Mit dem Lern- und Erlebnisweg hatte die Gemeinde Kalletal gemeinsam mit dem Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge, der Fachhochschule des Mittelstands, der TH OWL, dem Heimatverein Lüdenhausen, sowie der Kindertagesstätte Lüdenhausen und der Naturparkschule Am Teimer ein gewichtiges Problem der Zukunft in Angriff genommen, denn es zeigt, wie Wirtschaftswege umgeplant werden können, Regenrückhaltebecken gebaut und Anpflanzungen so vorgenommen werden können, dass bei Starkregenereignissen Wasser aufgehalten wird und sich nicht einfach in die Ortschaften hinein ergießt.

Dazu hatte das NRW-Umweltministerium eine Förderung von rund 501.000 Euro lockergemacht, wobei die tatsächlichen Ausgaben für die Gemeinde bei 85.000 Euro lagen. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Mario Hecker vor allem dem Heimatverein und dem Naturpark Teutoburger Wald/ Eggegebirge, die maßgeblichen Anteil an der Realisierung gehabt hatten. Sein spezieller Dank galt dabei dem Vorsitzenden des Heimatvereins Walter Pröhlemeier.

Viele Vertreter der beteiligten Institutionen waren ebenfalls erschienen, und Dörte Pieper, Geschäftsführerin des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge, betonte das Engagement jener Helferinnen und Helfer, die den Lern- und Erlebnisweg mit Zeichnungen, technischen Darstellungen und druckreifer Umsetzung ausgestattet hatten. Dr. Henning Arnecke hob die Rolle der Kinder heraus, die sich in der Kita sowie der Naturparkschule Am Teimer beteiligt hatten.

Stadtführerin Marion Behrend bot eine geführte Wanderung „Zeitreise Bronzezeit“ an. Eine Tour zum Hexenberg, wo die Teilnehmer vorkeltische Hügelgräber entdecken und mehr über das Leben, die Kleidung und Religion der Menschen vor 3500 Jahren erfahren konnten.

Aus der LZ vom 23.06.2026, Rudi Rudolph


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