VG – Archiv 2003

Interview: Holger Meier an Bord der „Doulos“

Christliche Seefahrt
DAS INTERVIEW mit Holger Meier, zurzeit Missionar an Bord der „Doulos“

Kalletal-Lüdenhausen/Mittelmeer. Seit dem 24. August 2002 ist der
Lüdenhausener Holger Meier mit dem Missionsschiff „MV Doulos“ vor den Küsten
von Westafrika und Südeuropa unterwegs. Das Schiff ist eine große
schwimmende Buchhandlung. LZ-Volontär Jost Wolf fragte ihn per E-Mail nach
seinen Erfahrungen.

Was sind Ihre Aufgaben an Bord der „Doulos“?
Meier: Jeder hat einen Arbeitsplatz, an dem er pro Woche im Schnitt 35 bis
40 Stunden arbeitet. Ich arbeite im Maschinenraum und helfe entweder den
Ingenieuren bei ihrer Arbeit oder bin dort im Wachdienst tätig. Einen Tag
pro Woche habe ich frei und an einem Tag mache ich klassische
Missionsarbeit. Entweder auf dem Schiff oder im jeweiligen Gastland.
Natürlich kann ich auch an allen anderen Tagen mit Besuchern über den
christlichen Glauben sprechen.

Was reizt Sie an dieser Arbeit?
Meier: Es ist immer wieder schön, wenn ich Menschen aus verschiedenen
Kulturen kennen lernen kann, sowohl unter der Schiffsbesatzung als auch
unter den Einheimischen in den besuchten Häfen. Es gibt zwar manchmal
Missverständnisse, aber dafür kann man auch unheimlich viel von einander
lernen.

Wie ist der Kontakt mit den Einheimischen? Haben Sie Gelegenheit, das Land
kennen zu lernen?
Meier: Das Schiff erweckt bei den Einheimischen häufig sehr leicht
Interesse, und sie kommen zu uns zu Besuch. So ist das Kennenlernen einfach.
Ich habe heute noch mit einer Reihe von Menschen aus besuchten Ländern per
E-Mail Kontakt. Durch die Sechs-Tage-Woche ist man beim Erkunden des Landes etwas
eingeschränkt. Ich kann mir aber in meiner Freizeit nahe liegende Ziele
anschauen – und mache das auch oft, da ich die Enge des Schiffes nicht
ständig ertragen kann.

Werden die Bücher an Bord der „Doulos“ verkauft oder verliehen? Wie ist das
Verhältnis zwischen christlicher und weltlicher Literatur?
Meier: Die meisten Bücher werden verkauft, einige werden aber auch an
Besucher verschenkt. Neben der Bibel, als Bestseller, und den christlichen
Büchern gibt es Literatur aus fast allen Bereichen an Bord: klassische
Literatur, Kochen, Musik, Kunst, Sachbücher, Kinderbücher, Management,
Sprachen. Es sind insgesamt mehr als 6000 verschiedene Titel vorhanden.

Wie ist das Leben zusammen mit anderen auf sehr engem Raum?
Meier: Meine Kabine ist mit neun Quadratmetern zwar relativ klein, aber
größer, als ich sie mir vorgestellt habe. In ihr lebe ich mit zwei weiteren
Männern. Es war für mich am Anfang eine große Umstellung, mit Leuten in
einem Raum zu leben und auf diese Rücksicht zu nehmen. Sich zurückzuziehen
ist nicht einfach, aber es gibt einige Orte, wo man für sich allein sein
kann.

Sie sind nun 21. Wie war der zweite Geburtstag ohne Eltern und die alten
Freunde auf der „Doulos“?
Meier: Ja, ich hatte vor gut einem Monat meinen 21. Geburtstag. An diesem
Tag war ich allerdings so beschäftigt, dass ich nur eine sehr kurze Feier
mit meiner Schiffsfamilie hatte. Am Abend freute ich mich dafür um so mehr
über Geburtstags-E-Mails von meiner Familie und meinen Freunden zu Hause.

Wie läuft die Kommunikation mit ihren Verwandten?
Meier: Im Hafen haben wir normalerweise einige Telefonleitungen. Über diese
laufen dann Anrufe aus der und in die Heimat und auch der Empfang und
Versand von E-Mails. Auf See geht das nicht. Eine Satellitenverbindung wäre
zwar möglich, ist aber für uns zu teuer.

Wie lange brauchen normale Briefe?
Meier: Die an uns geschickte Post wird im Schiffsbüro in Deutschland
gesammelt und kommt in einem Container in regelmäßigen Abständen zum Schiff.
Briefe sind im Schnitt so etwa vier Wochen alt, wenn sie an Bord ankommen.
Ich bin froh, dass wir diese Kommunikationsmöglichkeit haben, aber es ist
natürlich nicht damit zu vergleichen, mit jemanden persönlich zu reden.

Wie lange werden Sie noch auf der „Doulos“ bleiben und wie geht es danach
weiter?
Meier: Ich werde noch bis Februar 2004 an Bord bleiben und danach in
Deutschland ein Studium beginnen. Ich habe mich noch nicht entschieden, was
ich genau studieren möchte, könnte mir aber zum Beispiel ein Lehramt-Studium
vorstellen.
www.mvdoulos.org

Unterwegs: Holger Meier aus Lüdenhausen. Foto: Privat
(aus: LZ-Online, 27.11.03)

 Zeitungsbericht: Lüdenhausener F. Schmieding bei SAT1

Sänger greifen nach Morgenstern

Lüdenhausener und Lagenser treten im Frühstücksfernsehen auf

Kalletal-Lüdenhausen / Lage (te). Friedhelm Schmieding will es noch einmal wissen. Am Mittwoch, 29. Oktober, ist der Lüdenhausener wieder singend im Früh-Fernsehen von Sat.1 zu sehen. Diesmal aber nicht allein. Mit ihm singt Helmut Rathmann aus Lage.
Beide hoffen, mit ihrem Vortrag genügend Pluspunkte bei den Zuschauern zu sammeln und die geforderten drei Minuten durchzuhalten, um dann in die Monatsendausscheidung zu kommen. Denn die Zuschauer entscheiden per Anruf darüber, wer ihr Favorit im Wettbewerb um den „Morning Star“ ist. Zwischen 7.38 und 7.45 Uhr müssen die beiden Lipper im Berliner Sat.1-Studio gut bei Stimme sein, um das Ziel zu erreichen. Schon im vergangenen Jahr hatte Schmieding solo versucht, drei Minuten durchzusingen.
Als Lied hatte er sich damals Nicoles „Ein bisschen Frieden“ ausgesucht. Allerdings scheiterte er knapp. Nach 2.35 Minuten wurde der Vorsitzende des Lüdenhausener Chores vom Sender geworfen. „Vielleicht lags am Lied“, mutmaßt Schmieding. „Ein Seemannslied von Freddy Quinn wäre eventuell besser angekommen.“ Mit welchem Stück Rathmann und Schmieding in der nächsten Woche antreten, haben sie noch nicht entschieden. In etlichen Sonderproben haben sie mehrere einstudiert: Von „Sierra Madre“ über den „Wilden, wilden Westen“ und „Über den Wolken“ bis hin zu „La Montanara“ auf italienisch. Schmieding: „Vielleicht singen wir aber auch ,Aber Dich gibts nur einmal für mich‘.“ Helmut Rathmann hatte seinen Sangesfreund darauf angesprochen, ob sie nicht einmal gemeinsam ein Lied vortragen wollten. Beide sind seit vielen Jahren im Polizeichor Detmold aktiv, Schmieding singt daneben in Lüdenhausen, Rathmann in Pivitsheide. „Wir wollen zeigen, dass man auch mit über sechzig noch gut singen kann“, sagt Friedhelm Schmieding. Sie hoffen, dass am Mittwoch, 29. Oktober, auch viele Lipper sich als Frühfernseher betätigen und dann bei Sat.1 anrufen, um dem Duo zu vielen Pluspunkten zu verhelfen.
Die beiden singen zwischen 7.38 und 7.45 Uhr. Die Telefonnummer lautet: (01 90) 57 57 400 (62 ct/min).

(aus: LZ-Online, 25.10.03)

 Zeitungsbericht: Möbelwerk CARGO baut Stellen ab

„CARgo“: Bis zu 40 Arbeitsplätze in Gefahr

Lüdenhausener Möbelwerk will umstrukturieren

Kalletal-Lüdenhausen (te). 35 bis 40 der 90 Arbeitnehmer beim „CARgo“-Möbelwerk in Lüdenhausen bangen um ihre Jobs. Die bisherige Produktion werde reduziert, die Firma neu ausgerichtet, heißt es in einer Presseerklärung des Unternehmens. Personalabbau sei unumgänglich.
Dunkle Wolken über „CARgo“: Bis zu 40 der 90 Arbeitsplätze sollen im Rahmen einer Umstrukturierung des Unternehmens abgebaut werden.
Gestern Nachmittag informierte die Firmenleitung die Belegschaft in einer Betriebsversammlung über das Vorhaben. 35 bis 40 Arbeitsplätze stünden zum neuen Geschäftsjahr „zur Disposition“, weil das Unternehmen eine umfangreiche Neustrukturierung plane. Davon sei ausschließlich der Produktionsbereich betroffen. Frank Schroedter von der von „CARgo“ beauftragten Kommunikations-Agentur „Engel und Zimmermann“ aus Gauting bei München vermochte nicht zu sagen, ob und wann das für alle betroffenen Arbeitnehmer den Jobverlust bedeute. „Ich denke, darüber wird noch gesprochen“, sagte er.
Seinen Hintergrund finde der Arbeitsplatzabbau in Lüdenhausen in der allgemein schlechten Situation der Möbelindustrie, so Schroedter. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks werde die bisherige Produktion bei dem zur Schieder-Gruppe gehörenden Werk reduziert. Gleichzeitig müssten die Kosten der schwierigen Lage angeglichen werden. Daher seien personelle Einschnitte im nächsten Jahr unumgänglich.
Der Standort Lüdenhausen werde aber gesichert, bekräftigte Schroedter. Neue Fertigungsmöglichkeiten wie Falttechnik und Sandwich-Technologie würden künftig eingesetzt, um bei „CARgo“ schwerpunktmäßig „innovative Möbel“ für internationale Märkte zu produzieren, so die Pressemitteilung des Unternehmens. Damit wolle man geänderten Anforderungen im Wohn-Segment Rechnung tragen. „Von diesen neuen Technologien verspricht man sich viel“, sagte Schroedter gegenüber der LZ. Von Geschäftsleitung und Gewerkschaft waren bis Redaktionsschluss keine Stellungnahmen zu erhalten.

(aus: LZ-Online, 25.10.03)

 Rückblick: 4. Weihnachtsmarkt 2003 am 22.11.2003

Der 4. Lüdenhauser Weihnachtsmarkt fand am Samstag, dem 22.11.2003 ab 14 Uhr in der Ortsmitte am Feuerwehrhaus und in der Schloßstraße statt.
Viele Interessenten hatten einen Stand aufgestellt. Somit konnten die vielen kleinen und großen Besucher sich sehr gut für Weihnachten informieren und nette Geschenke kaufen.

Dazu ein Zeitungsbericht aus der lz-online vom 25.11.03:

Mandelduft über Lüdenhausen

Fotokalender der Renner beim Weihnachtsmarkt

Kalletal-Lüdenhausen (jes). „Ach guck mal da! Bist Du das nicht?“ Günter
Weking spricht mit Helmut Hagedorn und zeigt auf das Bild, nach ganz rechts außen. Der Kalender mit alten Fotos von Lüdenhausener Dorfbewohnern war der Renner beim vierten Weihnachtsmarkt. Und siehe da, selbst Bundeskanzler Gerhard Schröder taucht auf dem Juni-Blatt auf – als Siebter von links und in Farbe. Die Aufnahme ist wohl um 1965 beim Dorfsportfest entstanden.
Die SPD Lüdenhausen verkauft nun schon seit vier Jahren mit vollem Erfolg den Kalender – immer mit alten Lüdenhausener Motiven. Gerade bei Alteingesessenen ein Hit, findet Luise Böke, eine Stammkundin.
Die Dorfgemeinschaft um Vorsitzenden Karl Seidens hat wieder ein sicheres Händchen bei der Organisation des Marktes in der Schloßstraße, der Grotschen Scheune und dem Feuerwehrgerätehaus bewiesen. Mittlerweile hat sich alles eingespielt, Probleme tauchen kaum noch auf. Bei den Ausstellern hat der Markt sich inzwischen auch einen Namen gemacht. Fünf Stände mehr als im vergangenem Jahr gab es für die vielen Besuchern zu erkunden. Besonders im
Dunkeln herrschte eine heimelige Atmosphäre. „Jetzt ist aber mit 39 Buden
die Obergrenze erreicht“, so Karl Seidens. Buchstäblich in letzter Minute
hatte sich noch ein Ponyhof aus Höxter angemeldet.
Klar, dass auch viele Lüdenhausener Vereine wie die Feuerwehr, der TuS oder
die Arbeiterwohlfahrt mit von der Partie waren und nicht nur Leckereien und
Glühwein verkauften. Die Kinder standen am Samstagnachmittag im Mittelpunkt.
Bürgermeister Klaus Fritzemeier eröffnete das Weihnachtsbaumschmücken mit
den Kindern des Kindergartens „Pusteblume“. Eine Stunde später fragte dann
Weihnachtsmann Werner Meier mit tiefer Stimme den Nachwuchs: „Seid ihr auch lieb gewesen?“ Mit dem Erfolg des Weihnachtsmarktes waren die
Verantwortlichen zufrieden. Keine Frage – es gibt im nächsten Jahr eine
Wiederholung. Dann wird sich zum fünften Mal Mandelduft über die
Schloßstraße legen.

 Zeitungsbericht: Straße nach Lüdenhausen wird nur geflickt

Noch kein Ausbau, aber Ausbesserung
Landstraße nach Lüdenhausen wird einmal mehr geflickt

Kalletal-Niedermeien (te). Mitarbeiter der Straßenmeisterei Lemgo sind
derzeit mit Ausbesserungsarbeiten an der Landstraße 957 von Lüerdissen in
Richtung Lüdenhausen beschäftigt. Dadurch sollen die gröbsten Schäden auf
der Piste beseitigt werden.

Durch den Frost entstandene Löcher und Absenkungen in der Fahrbahn werden
mit Asphaltgemisch ausgeglichen. Während der Arbeitszeit der Straßenwärter
ist deshalb die Straße gesperrt. Nach Feierabend kann sie wieder befahren
werden. Der Fortgang der Arbeiten ist nach Angaben der Straßenmeisterei
witterungsabhängig. Es wird damit gerechnet, dass die Arbeiten noch bis in
die nächste Woche dauern.

Lüdenhausener Bürger kritisieren, dass die komplette Erneuerung der Straße
noch nicht angegangen worden ist. Dafür sind im Ort von Heinz-Werner Brandt
750 Unterschriften gesammelt worden. Ulrich Windhager, Leiter des
Landesbetriebes Straßen.NRW in Bielefeld dazu: „Die Straße ist wahrlich
nicht das schönste Stück, das wir im Bezirk haben. Aber wir haben auch nur
ein begrenztes Budget für Straßenunterhaltung in Höhe von 3,5 Millionen Euro
für die Kreise Lippe, Gütersloh und die Stadt Bielefeld. Deshalb müssen wir
in diesem Jahr erst einmal wieder flicken. Wir planen aber die Erneuerung
für das nächste Jahr.“

Das sei allerdings noch mit Unwägbarkeiten verbunden, da erst nach dem
Winter genau feststehe, wie hoch die Frostschäden sind und wo noch größere
Probleme auftreten. Seinen Angaben nach befahren die Straße täglich rund
1000 Fahrzeuge.

(aus: LZ-Online, 17.04.03)

 3. Dorffest 2003

Das als Oktoberfest am 25./26.10.2003 geplante Dorffest musste leider abgesagt werden.

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